Mittwoch, 27. Februar 2013

Lügner

"Hast du heute überhaupt schon was gegessen, Anton?"
"Ja Mama, natürlich hab ich das, deshalb will ich ja auch jetzt nichts mehr, verstehst du das nicht?"
Lügner.

"Ich liebe dich, Zora."
"Du liebst mich?"
"Ja, schon die ganze Zeit."
"Wow, ich liebe dich, Anton."
Lügnerin.

Freitag, 15. Februar 2013

11. Februar 2013

Judith kommt mich von der Bushaltestelle abholen. Ich höre sie schon von Weitem.
"Zora, mir ist grad sowas Krasses passiert. Ich hatte grade was mit Anton!"
"Wow." sage ich und versuche so klingen als wäre mir das nicht vollkommen egal.
"Ja, aber dann hab ich ihn gefragt ob er auch was von mir wollen würde, wenn du da wärst und er meinte nein, weil... naja, weil du einfach verrückter bist."
"Ich bin nicht..." Wir sind an der Wohnung.
Anton liegt auf dem Bett. Judith kuschelt sich an ihn, er greift über sie hinweg und nimmt meine Hand. Judith fängt an ihn zu küssen. Ich kneife ihn in den Arm, sehe ihn an und schüttle den Kopf.
Er wendet sich von ihr ab und wir reden. Ich liebe betrunkene Menschen und ihre wirren Gedanken.
Ich küsse Judith auf den Mund. Ganz vorsichtig. Ganz sachte. Sie küsst mich zurück.
Irgendwann schlafen wir ein.
Anton weckt mich und wir machen miteinander rum. Ich tue so, als wollte ich bleiben, neben ihm einschlafen, neben ihm aufwachen.
Das will ich nicht.
Einfach weil ich enttäuscht wäre, weil es nicht Milan ist, der schlafend neben mir liegt.

Dienstag, 12. Februar 2013

10. Februar 2013

Als es dunkel wird verlasse ich das Haus. Ich bin bereits betrunken. Ich weiß zwar nicht wo ich hin soll, aber ich weiß, dass es gut wird. Es ist Fastnacht.
Betrunken wandere ich durch die Straßen. Ich rufe Mae an. Dann fällt mir auf, dass sie mich hasst. Ich laufe weiter, setze mich an eine Bushaltestelle und frage einen Typen nach einer Kippe. Er dreht mir eine, weil meine Hände so kalt sind. Wir steigen in den Bus und fahren irgendwohin, bis wir beschließen auszusteigen und spazieren zu gehen. Anton leiht mir seine Handschuhe. Wir reden. Ich höre mir seine Geheimnisse an. Wir küssen uns. 
Zusammen übernachten wir bei einer Freundin von ihm. Judith. Die beiden streiten sich, wer neben mir schlafen darf. Schließlich schlafe ich in der Mitte. Anton und ich fangen an miteinander rumzumachen und Judith verlässt das Zimmer.
Es ist gerade mal kurz nach acht, als ich aus der Wohnung schleiche. 

Freitag, 8. Februar 2013

Jeder Streit ein Gefecht

Ich schleudere den Topf mit voller Wucht auf den Boden. Das wird sicher hässliche Kratzer im Parkett geben.
"Hör auf meine Wohnung zu demolieren, du scheiß Verrückte!"
"Ich bin nicht verrückt, verdammt!"
"Natürlich bist du das! Und ich sag´ es dir andauernd, damit du das ja nicht vergisst!"
"Du hast sie doch selbst nicht mehr alle!"
"Ja, dann verschwinde doch einfach. Verschwinde aus meiner Wohnung, verschwinde aus meinem Leben! Ich will dich nie wieder sehen!" Lisas Stimme hat sich mittlerweile in ein wütendes Kreischen verwandelt.


Am nächsten Morgen liegen wir auf ihrer Couch, die aus zwei übereinander gelegten Matratzen besteht. Mein Kopf am einen, Lisas Kopf am anderen Ende.
"Hast du genug Decke Zora?"
"Ja, geht."
"Montag machen wir auf jeden Fall was zusammen, okay?"
"Gerne."

Dienstag, 5. Februar 2013

Verreck in der Hölle, M

Diese Phasen sind das Krasseste.
Ich bin irre motiviert, habe andauernd Lust irgendwas zu machen und kann vor Aufregung kaum schlafen. Ich kann Stunden damit verbringen rauchend in meinem Zimmer auf und ab zu gehen und habe massenhaft Ideen für Gedichte, Geschichten etc.
Nach den Wochen, in denen ich die meiste Zeit geschlafen oder gegessen habe, ist es unglaublich befreiend.
Allerdings weiß ich das mit dem Faschings-Wochenende ein gewaltiges Problem auf mich zukommt:
Wenn ich so drauf bin wie jetzt, ist es keine gute Idee unter vielen Menschen zu sein. Vor allem nicht betrunken.

Egal, gleich klau ich mir die Flasche Tequila die im Auto meiner Eltern ist und mach mich auf ne lange Nacht gefasst.