Donnerstag, 12. Dezember 2013

Hallo, ich wär gern tot

Ich weiß, dass man das nicht sagen soll. Ist mir aber egal.
Ich bin anders geworden. Taub. Ich erkenne mich nicht mehr. Ich habe aufgehört Bücher zu lesen oder zu träumen. Ich bin gemein. Ich zwinge Leute, das zu tun, was ich möchte.
Und ich habe Hausarrest, weil ich chemische Drogen verkaufe.
Das ist der einzige Grund, warum ich über mein Leben nachdenke. Anton und ich haben Streit. Alles zieht an mir vorbei. Ich war länger nicht mehr als zwei Stunden in der Schule. Meine Haare sind weiß/grau, finden die Leute aber gut.
Meine Ma sagt, wenn man mir in die Augen sieht, sieht man gar nichts mehr.

Hier ein kleiner Auszug aus meinem Leben:

Ich bin seit ca. 30 Stunden wach. Mit einer halbleeren (man muss ja pessimistisch sein, nä) Flasche Sekt stehe ich in der Küche einer großen Villa in einem der reichsten Viertel der Stadt. Vor mir stehen drei verzweifelte Junkies die nach Teilen geiern, neben mir steht Phils 15 jährige Freundin Olive, der die Villa gehört.
"Habt ihr was?" Meine Stimme klingt hart und Olive zuckt zusammen.
"Nein, wir dachten du hättest uns zum chillen eingeladen, wir haben nur noch was für drei Lines wir wussten.."
"Ich hab Lust auf Speed. Ihr habt 10 Minuten."
Olive und ich gehen in ihr Zimmer. Die anderen fahren in die Stadt. Kommen zurück. Zu lange gebraucht, keine Teile. Ich schicke sie weg.
Nehme Olive in den Arm, lege mir eine Line und vergesse.

Hallo Welt, ich wär gern tot..


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen